Für junge Erwachsene
Psychotherapie für junge Erwachsene in Friedrichshafen
Zwischen 18 und 21 passiert oft sehr viel auf einmal: Schule endet, Ausbildung oder Studium sollen beginnen, viele eigene Entscheidungen stehen an, Freundschaften verändern sich, deine Beziehung oft auch, vielleicht ziehst du aus oder fragst dich, wohin dein Leben eigentlich gehen soll. Jungen Erwachsenen wird oft gesagt „Du kannst alles werden, was du willst“. Und obwohl das natürlich betonen soll, wie viele Freiheiten Menschen heutzutage haben, denken sich viele als Reaktion einfach nur „Ja… Ganz toll…“, und zwar mit einer gesunden Prise Sarkasmus. So wirklich einfach ist es nämlich leider nicht, mal eben so all das zu werden, was man gerne sein möchte. Und all die offenen Türen und endlosen Möglichkeiten haben natürlich auch einen kleinen Nebeneffekt – sie bauen unglaublich viel Druck auf. Deshalb fühlen sich viele Menschen nach dem 18. Geburtstag leider nicht nur frei, sondern oft auch unglaublich überfordert und verunsichert.
Mit der Volljährigkeit wird man nämlich irgendwie ins Erwachsensein hineingeschubst und soll plötzlich sichere Antworten auf alle möglichen Fragen haben, gleichzeitig hat man aber viele Dinge noch nie selbst erlebt oder gemacht und fühlt sich komplett unvorbereitet. Viele Entscheidungen wie der Berufsweg sind scheinbar endgültig und bestimmen den Rest deines Lebens. Oft hat man auch den Eindruck, alle anderen wüssten schon, in welche Richtung sie gehen möchten und man selbst ist die oder der einzige, der noch absolut planlos ist. Dabei fühlen sich viel mehr junge Erwachsene in dieser Zeit orientierungslos und gestresst, als man vielleicht erwarten würde.
Du wirst dich niemals ‚bereit‘ fühlen. ‚Bereit‘ ist kein Gefühl, sondern eine Entscheidung.
Vielleicht denkst du, andere hätten größere Probleme. Vielleicht sagst du dir, dass du dich einfach zusammenreißen musst. Oder du funktionierst nach außen, obwohl du innerlich erschöpft, verzweifelt, unruhig oder unsicher bist. Aber jeder Mensch, der immer weitermacht und Unangenehmes ignoriert stößt früher oder später an seine Grenzen, und niemand sollte mit ihren oder seinen Schwierigkeiten alleine zurechtkommen müssen. Denn dafür, dass du um Unterstützung bitten kannst, braucht es kein Trauma oder ein riesiges Problem, das sonst kein anderer hat. Es kann um ganz konkrete Belastungen gehen, zum Beispiel Stress in Ausbildung oder Studium, Konflikte in Beziehungen oder Ängste. Es kann aber auch um tieferliegende Fragen gehen: Selbstwert, Identität, Grenzen, alte Verletzungen oder die Frage, wie du dein Leben eigentlich gestalten möchtest.
Niemand sagt dir jemals, dass Mut sich genauso anfühlt wie Angst.
In der Therapie darf genau das Platz haben. Du musst nichts beweisen. Du musst nicht besonders stark, reflektiert oder vorbereitet sein. Wir schauen gemeinsam, was gerade schwierig ist und welche nächsten Schritte für dich hilfreich sein könnten. Denn du musst deinen Weg nicht schon komplett kennen, um loszugehen.